
Wissenschaftsbezüge und Handlungsebenen in der hochschuldidaktischen Weiterbildung. Implikationen für die Professionalisierung der Hochschuldidaktik
Abstract
Die hochschuldidaktische Weiterbildung navigiert zwischen Erwartungen an praxisnahe Unterstützungsangebote für die Hochschullehre und Erwartungen an das der Hochschuldidaktik inhärente Selbstverständnis einer Wissenschaftsorientierung. Während Bezüge auf hochschuldidaktische Praxis bereits umfassend untersucht worden sind, stellt die differenzierte Betrachtung der Wissenschaftsorientierung in der Hochschuldidaktik weiterhin ein Forschungsdesiderat dar. Unter Bezugnahme von Diskursen in der wissenschaftlichen Weiterbildung, die sich qua Selbstverständnis mit Fragen der Wissenschaftsorientierung auseinandersetzt, betrachtet der vorliegende Beitrag die Ausgestaltung und Verortung von Wissenschaftsbezügen auf unterschiedlichen Handlungsebenen der Hochschuldidaktik. Die Ergebnisse der Programm- und Dokumentenanalyse zehn ausgewählter hochschuldidaktischer Zertifikatsprogramme zeigen verschiedene Auslegungen von Bezügen auf Wissenschaft, die zu Dimensionen verdichtet wurden. Es wird deutlich, dass die Wissenschaftsbezüge in der Hochschuldidaktik über die Angebotsebene hinausgehen und hochschuldidaktische Einrichtungen in ihrer Profilpositionierung tangieren. Unter der Perspektive von Konkurrenz mit außerhochschulischen Anbietern erfährt der Bezug auf Wissenschaft mit Blick auf sich wandelnde Akteurskonstellationen somit neue Relevanz.
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