
Kollegiale Teaching Analysis Polls (TAP) als Beitrag zu einer partizipativen offenen Hochschullehre
Abstract
Teaching Analysis Polls (TAP) als eine Methode zur Lehrentwicklung? … mit Lehrenden als Moderator:innen? Diesen Spagat hat das Pilotprojekt kollegiales TAP-System an der HMTM Hannover erprobt. Die wissenschaftliche Begleitforschung hierzu identifiziert Vorteile dieser Variante des TAPs wie z.B. Austausch und voneinander Lernen innerhalb der Lehrenden-Peergroup zu Lehr-/ Lernprozessen. Hochschullehre wird zum Thema und somit sichtbar. Die Befragung der Akteure zeigt auf, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um den gewünschten kollegialen Austausch zu befördern. Gleichzeitig erlaubt die wissenschaftliche Begleitforschung Einblicke in den Aushandlungsprozess zum Lehr-/Lerngeschehen zwischen Studierenden und Lehrenden am Ende des TAP-Verfahrens. So ist nachvollziehbar, wie das studentische Feedback aufgegriffen, problemorientiert thematisiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Es zeigt sich, dass das vorhandene Potential von TAPs hinsichtlich einer partizipativ-offenen Gestaltung der Lehre in der Praxis noch zu wenig genutzt wird. Abhilfe könnte eine entsprechende Schulung der lehrenden Moderator:innen vorab sowie der getappten Lehrenden im Rahmen des TAP-Auswertungsgesprächs (2. Gesprächssequenz) bringen.
© 2024 Karin Wessel, Julius Kopp, published by wbv Media GmbH & Co. KG
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