
Digitalisierungsnarrative im Hochschulbereich. Eine Mixed-Methods-Studie zu (De-)Motivationswirkungen programmatischer Erzählungen hochschulpolitischer Akteure
Abstract
Die Digitalisierung des Hochschulbereichs steht auf der Agenda mehrerer nicht-staatlicher, staatlicher und überstaatlicher Akteure. Am Beispiel von diesbezüglichen programmatischen Dokumenten des Hochschulforums Digitalisierung, der Digitalen Hochschule NRW, des Stifterverbands, der EU-Kommission und der OECD untersuchen wir zunächst dokumentenanalytisch, im Rahmen welcher politischer Paradigmen über Digitalisierung der Hochschulen gesprochen wird. Im nächsten Schritt rekonstruieren wir drei große Erzählungen, die die Digitalisierungssemantiken aus der Perspektive der politischen Paradigmen zu programmatischen Digitalisierungsnarrativen formieren. Nachdem wir über eine quantitative Befragung professoraler Hochschulangehöriger die Prävalenz dieser Digitalisierungsnarrative weitgehend bestätigen, fragen wir – ebenfalls quantitativ, inwieweit sie ihre beabsichtige Motivationswirkung oder vielmehr Demotivationswirkungen in Bezug auf Engagement für Digitalisierungsprozesse an der Hochschule entfalten. Dieser Frage liegt die Forschungshypothese zugrunde, dass eine mögliche Demotivationswirkung weniger digitalisierungsspezifisch ist als vielmehr mit den digitalisierungsunabhängigen politischen Paradigmen zusammenhängt, die den Narrativen zugrunde liegen.
© 2024 Anna Kappel, Franz Kasper Krönig, published by wbv Media GmbH & Co. KG
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