Abstract
Der Forderung nach einer Einbindung von kompetenzorientierten Lernzielen kommt die deutsche Hochschullehre laut einem Gutachten im Auftrag der Hochschulrektorenkonferenz noch unzureichend nach. Trotz einer weitreichenden Auseinandersetzung zur Verwendung von Lernzielen erweist sich die empirische Forschungslage zu deren Wirksamkeit als ebenfalls unzureichend. Die vorliegende Studie nutzt die Möglichkeiten digitaler Plattformen in der Lehre, um die Wahrnehmung und Wirksamkeit von Lernzielen mit einem randomisiert kontrollierten Experimentaldesign und anschließender Befragung in einem Bachelorkurs der Wirtschaftswissenschaften (N= 30) zu untersuchen. Die Kontrolle von Gruppenvoraussetzungen und des Treatmenteffekts durch die Befragung lässt deutliche Rückschlüsse auf die unterschiedlichen Lernergebnisse der Studierendengruppen zu. Die Angabe verhaltensorientierter Lernziele im Online-Kurssystem führt bei der Treatmentgruppe zu einer signifikant besseren Leistung. Dieser Effekt wird durch die stärkere Wahrnehmung der Lernziele durch die Treatmentgruppe gestützt und die Effektstärke erweist sich in einer Regressionsanalyse als bedeutend. Die Studie liefert damit eine empirische Grundlage zur Einbindung von Lernzielen in der Hochschullehre.
DOI: https://doi.org/10.3278/HSL2248W | Journal eISSN: 2199-8825
Language: German
Page range: 662 - 675
Published on: Dec 29, 2022
Published by: wbv Media GmbH & Co. KG
In partnership with: Paradigm Publishing Services
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© 2022 Thorsten Auer, published by wbv Media GmbH & Co. KG
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