Abstract
Die Untersuchung der Eigennamen nach verschiedenen Aspekten bringt die Erkenntnis ihrer verschiedenen Seiten näher. Einige Fragen werden jedenfalls ungleich erklärt, beziehungsweise bleiben ungelöst. Die ungleiche Auffassung des Status der Eigennamen hängt mit der ungleichen Auffasung der Schlüsseltermine zusammen. Man formulierte den linguistischen (J. Kuryłowicz), den linguistischen und onomastischen (V. Blanár) und naturwissenschaftlichen (E. Hansack) Status. W. Van Langendonck hält sich an der pragmatisch-semantisch-syntaktischen Theorie fest. Neue Seitenblicke und Zusammenhänge enthüllt der struktur-funktionelle und kommunikativ-pragmatischen Zutritt. V. Blanár bestimmte die onymische Nomination als gesellschaftlich bedingte Identifikation und Differentitation eines Gattungseinzelwesens. Der Eigenname als Sprachzeichen sui generis kennzeichnet sich in der Rede durch die referentille Identifikation und in der Tiefstruktur durch die präsuppositionelle (systemhafte) Identifikation. Der Seitenblick in die Tiefstruktur in der Anthroponymie ermöglicht die Bestimmung des Funktionsgliedes. Mit dem Funktionsglied verstehe ich den (unterschiedlichen). Inhalt einzelner onymischen Klassen. Die Bestimmung der Funktionsglieder führt zur tieferen Erkenntnis der Strukturierung der Personenbenennung. (Dieser Zutritt ist für die slowakische Onomastik charakteristisch). Unter historischem und methodologischem Standpunkt ist die Theorie der Rekonstruktion und des Rekurses bedeutungsvoll 1.
© 2010 Vincent Blanár, published by Slovak Academy of Sciences, Ľudovít Štúr Institute of Linguistics
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