Tabelle 1
Eigenschaften der teilnehmenden Studierenden an den Online-Umfragen.
| Eigenschaften | Teilnehmende an der ersten Befragung (n = 57) | Teilnehmende an der zweiten Befragung (n = 40) |
|---|---|---|
| Weibliches Geschlecht n (%) | 46 (80.7) | 32 (80) |
| Mittleres Alter M (SD) | 24,5 (± 5,5) | 24,5 (± 5,5) |
| Ergotherapie n (%) | 4 (7,0) | 2 (5) |
| Hebamme n (%) | 4 (7,0) | 4 (10) |
| Medizin n (%) | 15 (26,3) | 8 (20) |
| Pflege n (%) | 15 (26,3) | 12 (30) |
| Physiotherapie n (%) | 15 (26,3) | 11 (27,5) |
| Weitere Fachgebiete n (%)1 | 4 (7,0) | 3 (7,5) |
| Erfahrung mit Interprofessionalität n (%)2 | 48 (84,2) | 32 (80) |
Tabelle 2
Ausgewählte Kompetenzbereiche nach ZIPAS® (Zürcher InterProfessionelle AusbildungsStation).1
| Item | Vor dem IPE2-Tag (n = 57) | Nach dem IPE-Tag (n = 40) | p-Wert | z-Wert | df3 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| M | SD | M | SD | ||||
| Respekt | 4,88 | 0,55 | 5,22 | 0,43 | 0,002 | 3,072 | 95 |
| Teamfähigkeit | 4,97 | 0,54 | 5,34 | 0,47 | 0,001 | 3,353 | 95 |
| Wertschätzung | 5,55 | 0,50 | 5,66 | 0,36 | 0,400 | 0,842 | 95 |
| Kommunikationsfähigkeit | 4,84 | 0,65 | 5,18 | 0,58 | 0,010 | 2,591 | 95 |
| Reflexionsfähigkeit | 4,54 | 0,78 | 5,06 | 0,59 | 0,001 | 3,199 | 95 |
| Konfliktfähigkeit | 4,42 | 0,86 | 4,78 | 0,63 | 0,047 | 1,990 | 95 |
| Offenheit/Bereitschaft | 5,15 | 0,65 | 5,4 | 0,51 | 0,066 | 1,835 | 95 |
1 Abgeleitet aus dem Modell «Kompetenzen zur Interprofessionellen Zusammenarbeit» (KIPZ, KIPZ-Modell; Huber, M., Georg, W., Schröder, G., Daneffel, L., Spurek, H. & Kohlbrenner, D., 2018, Tabelle 1)
Tabelle 3
Kompetenzbereiche nach ICCAS (International Collaborative Competencies Attainment Survey).1
| Item | Vor dem IPE2-Tag (n = 57) | Nach dem IPE-Tag (n = 40) | p-Wert | z-Wert | df3 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| M | SD | M | SD | ||||
| Communication | 5,66 | 0,80 | 6,04 | 0,67 | 0,012 | 2,512 | 95 |
| Collaboration | 5,67 | 0,84 | 5,85 | 1,04 | 0,130 | 1,513 | 95 |
| Roles and Responsibilities | 5,55 | 0,93 | 5,89 | 0,89 | 0,036 | 2,102 | 95 |
| Collaborative Patient/Family-Centred Approach | 5,46 | 1,43 | 5,87 | 1,26 | 0,109 | 1,604 | 95 |
| Conflict Management/Resolution | 5,91 | 0,80 | 6,17 | 0,76 | 0,100 | 1,646 | 95 |
| Team Functioning | 5,17 | 1,55 | 5,75 | 1,18 | 0,060 | 1,877 | 95 |
Tabelle 4
| Subskalen | α | Itemanzahl |
|---|---|---|
| ZIPAS®1 | ||
| - Respekt | 0,45 | 2 |
| - Teamfähigkeit | 0,70 | 4 |
| - Wertschätzung | 0,63 | 2 |
| - Kommunikationsfähigkeit | 0,66 | 3 |
| - Reflexionsfähigkeit | 0,77 | 3 |
| - Konfliktfähigkeit | 0,83 | 3 |
| - Offenheit/Bereitschaft | 0,79 | 3 |
| ICCAS2 | ||
| - Communication | 0,84 | 5 |
| - Collaboration | 0,65 | 3 |
| - Roles and Responsibilities | 0,79 | 4 |
| - Collaborative Patient/Family-Centred Approach | 0,89 | 3 |
| - Conflict Management/Resolution | 0,75 | 3 |
| - Team Functioning | 0,67 | 2 |
1 Kompetenzbereiche abgeleitet aus dem Modell «Kompetenzen zur Interprofessionellen Zusammenarbeit» (KIPZ, KIPZ-Modell; Huber, M., Georg, W., Schröder, G., Daneffel, L., Spurek, H. & Kohlbrenner, D., 2018, Tabelle 1)
Tabelle 5
Zitate der an den Online-Umfragen teilnehmenden Studierenden.
| Themen und Subthemen | Zitat |
|---|---|
| Motivation, Ziele und Erwartungen der teilnehmenden Studierenden | Gespannt, freue mich darauf. Hoffe, dass ich etwas lernen werde. |
| Relativ neutral. Auch in der Hoffnung, nicht davon endtäuscht [sic] zu werden und meine Zeit sinnvoll zu investieren. | |
| Verschiedene Sicht- und Denkweisen motzubekommen [sic]. Spannende Geapräche [sic] und Diskussionen. | |
| Dass man mehr über die anderen Berufsgruppen lernt und dass man für eine bessere Zusammenarbeit vorbereitet/mit möglichen Strategien ‘ausgerüstet’ wird, um die interprofessionelle Arbeit optimaler zu gestalten. | |
| Ich finde es spannend auch mal mit Medizinern zusammen zu arbeiten. | |
| Stärken und positive Aspekte des IPE-Tages | Ich habe es einen spannenden und lehrreichen Tag gefunden und war zwar müde, aber zufrieden am Abend. |
| –Austausch und Üben im interprofessionellen Team | In den Pausen und beim Mittagessen hat man gut Zeit sich mit den anderen Professionen auszutauschen, was auch sehr spannend und lehrreich ist. Auch war es gut, dass die Einführungsveranstaltung sehr kurz gehalten wurde und man mehr im IP [interprofessionellen]-Team arbeiten konnte. (…) |
| Die gemeinsame Anamnese mit den Beobachtungsrollen und Schauspielpatienten war eine gute Gelegenheit, neue interprofessionelle Umgangsformen/Herangehensweisen auszuprobieren. Die anschliessende Reflexion förderte so einige Spannungsfelder und eigene Barrieren zutage. | |
| (…) Zudem wurde uns Studierenden einen angenehmen Rahmen [sic] gegeben, um miteinander zu diskutieren und auch mal abschweifen zu können. (…) | |
| –Teilnahme der Medizinstudierenden | (…) Vor allem die Zusammenarbeit mit Medizinsutenten [sic] war sehr interessant und für beide Seiten lehrreich. |
| Lerneffekt und Kompetenzerwerb | Jede Profession ging ohne Vorurteile in die Fallbeispiele, hörte sich die Sichtweisen und Meinungen der jeweils anderen an und so konnte jeweils ein guter gemeinsamer Weg gefunden werden. |
| (…) Durch praktische Beispiele und Feedback habe ich viel über die anderen Professionen im Gesundheitswesen und deren Arbeitsweise gelernt. | |
| (…) Ein guter, lernreicher [sic] Tag mit sehr angenehmen Austausch [sic] zwischen den verschiedenen Proffessionen [sic]. | |
| Die Kommunikation mit den anderen Professionen war immer sehr respektvoll, man war offen für andere Ansichten und Vorschläge. | |
| Verbesserungsvorschläge und negative Ansichten | |
| –Verbesserungsvorschläge | (…) Weniger den Fokus auf die Vorurteile der verschiedenen Professionen gegenüber, sondern vielleicht eher, dass jede Professiongruppe [sic] sich vorstellen kann, wo ihre Expertengebiete sind, wie sie vorgehen etc. |
| Ich hätte mir gewünscht, dass man noch etwas mehr zu den einzelnen Berufen, z. B. wo deren Stärken und Schwächen liegen, erfährt. Z. B. durch ein kurzer Vortrag [sic] in der Grossgruppe, was diese Profession macht. | |
| –Negative und gemischte Ansichten | Die Kombination von Bachelor-Studenten mit PhD-Studenten, die schon viele Jahre Berufserfahrung mitbringen fand ich nicht ganz gelungen. Der Stand der Expertise ist so unterschiedlich. (…) |
| Bedeutung und Umsetzung der Interprofessionalität in der beruflichen Praxis | |
| –Gedanken zur interprofessionellen Ausbildung und Zusammenarbeit | (…) Interprofessionalität spielt heutzutage immer eine [sic] wichtigere Rolle und sie wird auch immer mehr im Gesundheitswesen integriert. Ich denke so werden Patienten bestmöglich umsorgt. |
| Ich freue mich auf die Zukunft, in welcher ich mich umso mehr für eine IP [Interprofessionalität] bemühen werde | |
| –Herausforderungen in der Zusammenarbeit verschiedener Professionen | (…) Ich bin der Meinung das [sic] die interprofessionelle Arbeit sehr wichtig ist und viele Vorteile mit sich bring [sic], wobei sie sich nicht immer einfach gestaltet. (…) |
| Ich finde es wichtig, mit anderen Personen aus dem Gesundheitsdienst zusammen zu arbeiten und ihre Entscheidungen zu verstehen. Meiner Meinung nach ist das auch für den Patienten am besten, wenn es nicht um Machtkämpfe [sic] sondern um Zusammenarbeit geht. | |
| Interprofessionalität ist sehr wichtig in Gesundheitsberufen und ich hoffe, dass durch gemeinsame Ausbildungen und dem Austausch untereinander eine respektvolle Zusammenarbeit auf gleicher Ebene erreicht werden kann. |
Tabelle 6
Programm des IPE-Tages.
| Zeit | Kurzbeschreibung | Inhalt | Ziele und Kompetenzbereiche |
|---|---|---|---|
| 09:00 – 09:45 | Begrüssung und Einführung | Begrüssung, Organisatorisches, Vorstellung Dozierende, Befragung zum Thema «Interprofessionalität», Einführungsvortrag | Vorfreude wecken, Klärung Ablauf, Definieren von Interprofessionalität |
| 09:45 – 10:00 | Pause und Räume finden | - | - |
| 10:00 – 10:45 | Kennenlernen und Rollenbilder | Kennenlernspiel, Gruppenarbeit zu Rollenbildern | Respekt, Teamfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Wertschätzung |
| 10:45 – 11:00 | Pause | - | - |
| 11:00 – 13:00 | Fallbeispiel 1 | Feedbackregeln, Falleinführung, Vorbesprechung, Anamnese, Behandlungsplan, Feedback- und Reflexionsrunde | Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Respekt, Wertschätzung, Offenheit/Bereitschaft, Reflexionsfähigkeit |
| 13:00 – 14:00 | Mittagspause | - | - |
| 14:00 – 16:00 | Fallbeispiel 2 | Falleinführung, Vorbesprechung, Anamnese, Behandlungsplan, Feedback und Reflexionsrunde, Zusammentragen wichtigster Erkenntnisse (Take-Home Message) | Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Respekt, Wertschätzung, Offenheit/Bereitschaft, Reflexionsfähigkeit |
| 16:00 – 16:15 | Pause | - | - |
| 16:15 – 16:45 | Vorstellung Reflexionsergebnisse | Vorstellen wichtigster Erkenntnisse und Take-Home Message, Feedbackrunde | Reflexionsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit |
| 16:45 – 17:00 | Pause und Rückkehr ins Plenum | - | - |
| 17:00 – 17:15 | Schlusswort | Befragung zum Thema Interprofessionalität, Schlusswort/Dank, weiteres Vorgehen (Grillfest) | Aufzeigen des “Lernerfolgs”, Aufrechterhalten der positiven Energie aus dem Tag |
| 17:15 – 20:30 | Grillplausch | - | - |
