
Steiners Hypothese ‚Ich-Sinn‘. Ein Beitrag zu einer heuristischen Lesart der waldorfpädagogischen Anthropologie
Abstract
Im aktuellen Diskurs zur Pädagogischen Anthropologie werden waldorfpädagogische Konzepte und Ansätze bisher kaum beachtet. Dies, obwohl viele Themen dieses Diskurses auch im Kontext der Waldorfpädagogik behandelt werden. Doch aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive erscheint die Waldorfpädagogik noch immer als Ausdruck eines feststehenden weltanschaulich geprägten Menschenbildes. Eine diskursfähige Alternative zu diesem Verständnis der Waldorfpädagogik hat Christian Rittelmeyers Vorschlag einer ‚heuristischen‘ Lesart der waldorfpädagogischen Anthropologie eröffnet. Im vorliegenden Beitrag wird dieser Vorschlag aufgenommen und am Beispiel von Rudolf Steiners Behandlung des ‚Ich-Sinnes‘ exemplarisch skizziert, welche diskursfähigen konzeptionellen und pädagogischen Konsequenzen ein spezielles Element der Anthropologie Rudolf Steiners haben kann. Steiners Hypothese ‚Ich-Sinn‘ wird dabei als möglicher Beitrag zu einer anerkennungstheoretischen Bildungstheorie verstanden.
© 2024 Leonhard Weiss, published by frommann-holzboog
This work is licensed under the Creative Commons Attribution 4.0 License.