Strategische Abhängigkeiten und die Industriestrategie 2035: Eine geopolitische Risikobewertung

Abstract
Der Einsatz von Handelsabhängigkeiten als geopolitisches Druckmittel ist längst Realität. Das führt zu strategischen Verwundbarkeiten, besonders für kleine, offene Volkswirtschaften wie Österreich. Hier untersuchen wir, wie stark diese Verwundbarkeiten für bestimmte Technologiebereiche sind, die in der Industriestrategie 2035 als Schlüsselbereiche definiert wurden. Die Resultate weisen auf starke und zunehmend strategische Abhängigkeiten gegenüber Ländern hin, die in der Vergangenheit bereits häufig Wirtschaftswaffen eingesetzt haben: den USA und China. Die Kooperation auf EU-Ebene und mit anderen Regionen mit ähnlichen Abhängigkeitsstrukturen und Wertesystemen ist erforderlich, um diese individuellen Verwundbarkeiten in gemeinsame Resilienz zu verwandeln.
© 2026 Peter Klimek, published by Austrian Federal Economic Chamber
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