Verbindungsländer als Antwort auf geopolitische Spannungen: Österreichs Chancen in Vietnam

Abstract
Zunehmende geopolitische Spannungen und eine startende geoökonomische Fragmentierung verändern den internationalen Handel grundlegend. Für eine kleine und stark offene Volkswirtschaft wie Österreich geht diese Entwicklung mit erheblichen Risiken einher. Der Beitrag analysiert die Rolle sogenannter Verbindungsländer, die durch gezielte geopolitische Neutralität und hohe außenwirtschaftliche Offenheit stabilisierend im zunehmend fragmentierten Welthandelssystem wirken. Am Beispiel Vietnams werden die Chancen für Österreichs Außenhandel, insbesondere in den Branchen Maschinenbau, Kraftwagenbau und Metallerzeugnisse untersucht. Die Analyse zeigt, dass der gezielte Ausbau von Handelsbeziehungen zu Verbindungsländern zur Stärkung der außenwirtschaftlichen Resilienz Österreichs beitragen kann.
© 2026 Eva Willer, published by Austrian Federal Economic Chamber
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