Der EU-Binnenmarkt als Schutzschild: Wie Europa den Handelskrieg mit den USA abfedert

Abstract
Die USA haben 2025 umfassende Importzölle eingeführt, die Europa direkt treffen. Unsere Analyse zeigt: Der EU-Binnenmarkt wirkt als Schutzschild gegen diese externen Schocks. Die Integration der europäischen Güter- und Arbeitsmärkte halbiert die regionale Streuung der Wohlfahrtseffekte und schützt besonders die am stärksten exponierten Regionen. Während der durchschnittliche Verlust mit etwa 0,06 % gering bleibt, sinkt die Standardabweichung von 0,13 auf 0,06 Prozentpunkte. Der Binnenmarkt ist damit primär ein Risikoteilungsmechanismus, der regionale Ungleichheiten komprimiert. Die Ergebnisse unterstreichen: In Zeiten geoökonomischer Spannungen ist ein funktionierender Binnenmarkt kein Luxus, sondern strategische Notwendigkeit.*
© 2026 Gabriel Felbermayr, Julian Hinz, Sebastian Krantz, Hendrik Mahlkow, Joschka Wanner, published by Austrian Federal Economic Chamber
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