Tabelle 1
Demografische Angaben der Familien
| Familie | Variable | Absolute und relative Häufigkeit (%) | Mittelwert (Range) | Standardabweichung |
|---|---|---|---|---|
| Geschlecht Kinder | männlich | 5 (55.6) | ||
| weiblich | 4 (44.4) | |||
| Alter bei Geburt | Wochen | 38.56 (36-41) | 1.59 | |
| Geburtsgewicht | Gramm | 3417 (2700-4300) | 465.02 | |
| Geschlecht Eltern | Mutter | 9 (69.2) | ||
| Vater | 4 (30.8) | |||
| Alter Eltern | 30.78 (26-39) | 4.21 | ||
| Höchster Schulabschluss | Sekundarstufe II | 7 (53.8) | ||
| Tertiärstufe | 6(46.2) | |||
| Zivilstand | verheiratet/ Partnerschaft | 9 (100) | ||
| Anzahl Kinder der Familie | Erstes Kind | 5 (55.6) | ||
| Zweites Kind | 4 (44.4) |
Tabelle 2
Charakteristische Angaben zum Spitalaufenthalt
| Spital | Variable | Absolute und relative Häufigkeit (%) | Mittelwert (Range) | Standardabweichung |
|---|---|---|---|---|
| Art des Eintritts | Selbst | 6 (66.7) | ||
| Kinderarzt | 3 (33.3) | |||
| Entlastung | 4 (44.4̄ ) | |||
| Art der Behandlung | Therapie | 2 (22.2̄ ) | ||
| beides | 3 (33.3̄ ) | |||
| Alter Kind bei Spitalaufenthalt | Monate | 3.17 (1.5-7.5) | 1.71 | |
| Anzahl Tage hospitalisiert | Tage | 4.11 (2-6) | 1.36 |

Abbildung 1
Tabelle 3
Empfehlungen für die Praxis
| 1. Phase: Entlasten | |
|---|---|
| Die Eltern brauchen | Umgebungswechsel: |
| - Ermöglichen Sie der Familie ein Einzelzimmer | |
| Kind abnehmen: | |
| Ruhe | - Planen Sie mit den Eltern den Tagesablauf |
| Pausen | - Planen Sie für die Eltern Auszeiten ein, wie z.B. einen Spaziergang ohne Kind oder einen Partnerabend |
| Schlaf | - Planen Sie ruhige Schlafmöglichkeiten für die Eltern (zu Hause schlafen, Kind in der Nacht nicht im Zimmer schlafen lassen) |
| Wertschatzung | - Sorgen Sie dafür, dass die Eltern ihre Mahlzeiten in Ruhe einnehmen können |
| Ernst genommen werden | - Bieten Sie den Eltern an, in dieser ersten Phase das Kind jederzeit abgeben zu können, wenn sie sich zurückziehen wollen |
| Untersuchung des Kindes: | |
| - Zeigen Sie den Eltern gegenüber Wertschä tzung, indem Sie die körperlichen Beschwerden der Kinder ernst nehmen | |
| - Sprechen Sie mit den Eltern ab, welche Untersuchungen beim Kind sinnvoll sind | |
| 2. Phase: Beraten und Begleiten zum Unterstützen des Selbstmanagements | |
|---|---|
| Die Eltern möchten | Beratung und Anleitung: |
| - Planen Sie Ihren Tag so, dass Sie verfügbar sind, wenn die Eltern ihre Unterstützung benötigen | |
| Gemeinsames Erarbeiten | - Treffen Sie Zielsetzungen gemeinsam |
| und Üben | - Ermöglichen Sie Kontinuität in der Betreuung der Familien |
| - Erstellen Sie mit den Eltern eine klare Tagesstruktur, welche die Familie auch zu Hause umsetzen kann | |
| Gegenseitiger individueller Austausch | - Erstellen Sie mit den Eltern einen Handlungsplan, wie die Eltern vorgehen können, wenn ihr Kind weint |
| Informationen und Wissen: | |
| Problem einordnen Verstehen | Vermitteln Sie theoretische Kenntnisse |
| - zu den Bedürfnissen des Babys allgemein | |
| - Zur Schreientwicklung | |
| - Zum exzessiven Schreien | |
| - Zu Regulationsstörungen | |
| Interventionen: | |
| Rhythmisierung: | |
| Konsequent bleiben | - Vereinbaren Sie mit den Eltern fixe Mahlzeiten für das Kind |
| - Gestalten Sie gemeinsam mit den Eltern ein Abendritual | |
| - Begleiten Sie das Abendritual in den ersten Tagen 1:1 | |
| Verhaltensweisen ändern | - Später können Sie den Eltern immer mehr Kompetenzen übergeben |
| Interventionsmassnahmen zur Beruhigung: | |
| - Stellen Sie mit der Familie für sie geeignete Beruhigungstechniken zusammen z. B. Pucken (enges Einwickeln), Schnuller angewöhnen | |
| - halten Sie diese schriftlich fest, damit die Eltern diese zu Hause immer griffbereit haben | |
| 3. Phase: Begleiten beim Übergang in den Alltag | |
|---|---|
| Die Eltern möchten | - Planen Sie den Austritt frühzeitig |
| -Nehmen Sie Kontakt zu den nachbetreuenden Stellen auf und informieren Sie diese über das Austrittsdatum und die nachfolgende Betreuung | |
| Nachbetreuung | - Planen Sie ein Treffen mit den nachbetreuenden Stellen, an dem die Eltern, die nachbetreuende Person und Sie als Fachperson beteiligt sind |
| Notfallplan | - Bieten Sie telefonische Nachbetreuung nach 1 Tag, 3 Tagen, 1 Woche, 2 Wochen und 4 Wochen an |
| - Erstellen Sie gemeinsam mit den Eltern einen Notfallplan, auf den die Eltern zurückgreifen können, wenn der Handlungsplan und die Interventionsmassnahmen nicht mehr greifen | |
| - Vermerken Sie auf dem Notfallplan, dass die Eltern zu jeder Tageszeit im Spital Hilfe bekommen und sich auf der Notfallstation melden können | |
